Letzte Aktualisierung: 16. Oktober 2017

Universität Minnesota24. Juni 2014Vereinigte Staaten

Infraschallemissionen von Windkraftanlagen

Forscher der Universität Minnesota haben dank Schneefall die abströmende Luft einer Windkraftanlage visualisieren können.

Unser Kommentar:

Man beachte die durch die aerodynamische Wirkung der Rotorblätter verursachten Luftwirbel (schwarze Flecken), die den beim Paddeln entstehenden Wasserwirbeln ähneln. Diese Luftwirbel an sich sind keine Infraschallwellen (Schallimpulse), deren Ausbreitungsgeschwindigkeit ja der Schallgeschwindigkeit entspricht. Im Vergleich zu Infraschall breiten sich diese Luftwirbel langsam aus.

Schallimpulse entstehen bei jedem Vorbeistreichen eines Rotorblattes am Turm. Die Frequenz sowie die Harmonischen dieses Schallimpulses liegen im Infraschallbereich.

Nehmen wir ein Beispiel: bei einer Rotationsgeschwindigkeit von maximal 15 Umdrehungen pro Minute beträgt die Frequenz der vorbeiziehenden Rotorblätter:

15 U/min x 3 Rotorblätter = 45 Vorbeigänge pro Minute,

daraus folgt pro Sekunde: 45 / 60 = 0,75 Vorbeigänge pro Sekunde

Die Frequenz (in Hertz) entspricht der Zahl der Vorbeigänge pro Sekunde, also f = 0,75 Hz.

Die Harmonischen sind ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz f:

GrundfrequenzHarmonische
f2f3f4f5f6f7f8f9f10fetc.
0,75 Hz1,5 Hz2,25 Hz3 Hz3,75 Hz4,5 Hz5,25 Hz6 Hz6,75 Hz7,5 Hzetc.

⇒ Diese Frequenzen liegen in der Tat im Infraschallbereich (Frequenzen < 20 Hz).

Jahrelang hat man den Leuten gesagt, dass Infraschall, den man nicht hören könne, auch keine Auswirkungen haben könne. Das ist ganz FALSCH.
Da das Innenohr auf Infraschall im nicht mehr hörbaren Bereich REAGIERT, werden die Anwohner von Windkraftanlagen durch die Auswirkungen des Infraschalls auf den menschlichen Körper, welche zurzeit niemand versteht, in Gefahr gebracht.
Solange noch kein wissenschaftliches Verständnis darüber entwickelt ist, sollten wir diese Auswirkungen nicht beiseite lassen, sondern das Prinzip der Vorsicht walten lassen.”

Alec N. Salt, Ph.D. — Department of Otolaryngology - Washington University - School of Medicine - St. Louis, MO 63110

Researchers set up a large searchlight with specially designed reflecting optics to generate a gigantic light sheet next to the 130-meter-tall wind turbine for illuminating the snow particles in a 36-meter-wide-by-36-meter-high area.

The snow is easier to see in the light at night, much like the average person looks into a streetlight to see how much it is snowing during a snowstorm.

Researchers videotaped the snow particles as the wind turbine spun to show airflow patterns. This video was digitized and synchronized with wake flow and load data from the fully instrumented research wind turbine.”
(University of Minnesota)

Universität Minnesota / St. Anthony Falls Laboratory YouTube-Kanal